Warum es keine automatische Kollisionsprüfung gibt – und was das bedeutet

Wandstärke, Türöffnungsrichtung, niedrige Wandabschnitte unter Fenstern, Steckdosenpositionen, Verteilerkästen für Fußbodenheizung – solche Einschränkungen tauchen im Grundriss oft gar nicht auf. Dieses Tool legt Möbel lediglich als Rechtecke übereinander und erkennt Überschneidungen mit Wänden oder anderen Möbeln nicht automatisch. Prüfen Sie daher immer selbst anhand des Plans und vor Ort, ob genügend Laufwegbreite vorhanden ist und ob Türen oder Schiebetüren beim Öffnen mit etwas kollidieren.

Laufwege und der Umgang mit „Freiraum“

Ob hinter dem Sofa oder neben dem Bett Platz zum Putzen oder zum Lüften der Bettdecke nötig ist, hängt vom persönlichen Lebensstil ab. Im Tool lässt sich manchmal bis auf wenige Zentimeter genau hineinplanen, doch im echten Leben verringert ein bewusst eingeplanter Mindestarbeitsraum das Risiko späterer Bedauern. Besonders vor und hinter der Küche, vor dem Waschbecken und auf dem Weg zum Eingang lohnt es sich, großzügiger zu planen.

Näherung für runde Tische und Zylinder

Das Tool stellt Grundrisse als Rechtecke dar. Runde Tische oder runde Teppiche werden meist angenähert, indem Sie den Durchmesser als „Breite“ eingeben und die Tiefe auf denselben Wert setzen – das Objekt wird dann als umschließendes Rechteck dargestellt. Der Platzbedarf mit herausgezogenem Stuhl ist größer als der reine Durchmesser, planen Sie also zusätzlichen Freiraum drumherum ein.

Lichteinfall und Sichtachsen lassen sich nicht allein in 2D beurteilen

Wie angenehm die Ausrichtung von Fernseher oder Schreibtisch oder die Position des Bettkopfendes wirkt, hängt vom Verhältnis zu Fenstern, Balkon und Nachbarwohnungen ab. Auch wenn die Größen im Grundriss passen, möchte man die Anordnung im Abgleich mit den tatsächlichen Öffnungspositionen oft noch ändern. Nutzen Sie nach Möglichkeit zusätzlich Fotos vor Ort oder eine virtuelle Besichtigung.

Mehrere Varianten speichern und vergleichen

Wenn Sie Varianten benennen – etwa „Variante A: Stauraum-Fokus“ und „Variante B: großzügiges Wohnzimmer“ – und mehrere Layouts speichern, lässt sich die Abstimmung mit Familie oder Partner leichter führen. Da sich das Speicherverhalten je nach Web- oder App-Version und Umgebung unterscheiden kann, sollten Sie wichtige Varianten zusätzlich sichern, ähnlich wie bei den Beispieldaten.

Weitere Leitfäden

Zur Bildqualität als Grundlage der Darstellung siehe Grundrissbilder vorbereiten, zum Angleichen der Maße siehe Maßstabseinstellung, und für die Nutzung der 3D-Darstellung siehe den GLB-Leitfaden.

Legen Sie sich nicht auf die erste Variante fest

Da Laufwege und Stauraumvolumen häufig gegeneinander abgewogen werden müssen, führt die Entscheidung nach nur einer ersten Idee leicht zu einer einseitigen Lösung. Speichern und vergleichen Sie mehrere Varianten nach Zielsetzung – etwa Bett-Fokus, Stauraum-Fokus oder Gäste-Fokus –, dann wird deutlicher, welche Priorität für Sie persönlich am wichtigsten ist.

Ähnliche Artikel

Um es mit Ihrem eigenen Grundriss auszuprobieren, öffnen Sie die Web-App. Wenn Sie noch keinen Grundriss zur Hand haben, starten Sie mit den Beispieldaten.